Grüß Gott!

Foto (c) R.Schulz

Grüß Gott und herzlich willkommen auf unserer Homepage!

St. Markus hat viele Gesichter und Menschen, die das Gemeindeleben mitgestalten. Diese Gemeinde mitten im Herzen von München bietet eine große Vielfalt an Begegnungen und Erfahrungen. Dabei gibt es vieles aus dem Leben unserer Kirche zu erzählen. Einmal im Monat stellt sich an dieser Stelle eine Person aus unserem großen Markus-Team mit seinen ganz persönlichen Eindrücken vor.

Link zu den gesammelten Texten.

  


 

„Das Haus von morgen“

Wenn man ein Haus baut, weiß man, oder ahnt es zumindest, dass – wenn das Haus dann endlich fertig ist – das Bauen nicht aufhört. Es muss eingerichtet werden, die ein oder andere klemmende Türe muss noch korrigiert werden, der eine wünscht sich das, die andere das.

Mit unserer Kirche ist es nicht anders. Die letzte Sanierung vor 8 Jahren hat ein schönes Gottes-Haus hervorgebracht, die klemmenden Türen werden weniger und nach einer Zeit der Orientierung und des Probierens, ob die alten Möbel – bzw. inneren Werte und Angebote – noch passen oder nicht, klärte sich das Bild vom „Haus von morgen“.

 

Wir schreiben das Jahr 2025.

  • Ich sehe Menschen, die in dieser Weltstadt in das Kunstareal mit Weltruf wollen. Und sie sehen einen Kirchturm – fast wie ein als Leuchtturm – und bekommen an dessen Fuße verschiedenste Angebote mit – und sehen, dass diese Kirche modern sein und dennoch für bewährte Werte stehen kann.
     
  • Ich sehe einen Markusplatz vor der Kirche, der mit Ampeln und neuen Freiflächen das Verweilen an der Kirche und das Ankommen im Kunstareal möglich macht und einladender als eine 8-spurige Straße ist.
     
  • Ich sehe eine Gruppe Touristen, die in der heißen Nachmittagssonne froh für den offenen Garten und den Schatten der Kirche sind. Sie kommen bei einem frischen Glas Wasser und dem Mittagsläuten ins Nachdenken.
     
  • Ich sehe im Laufe eines Tages unterschiedlichste Menschen hier vorbei und hinein kommen, die in ihrem Alltag, in ihrem Leben oder nur in diesem Moment eine kurze Auszeit gesucht haben und sie in diesem klaren spirituellen Raum gefunden haben. Der Obdachlose, der dankbar den angebotenen Kaffee angenommen hat. Die Abteilungsleiterin von der Bank, die in der Ruhe Klarheit für wichtige Entscheidungen gefunden hat. Der Vater, der mit seinen Kindern vor dem Regen geflüchtet ist und das erste Mal biblische Bücher mit seinen Kindern in der Spielecke anschaut.
     
  • Ich sehe die alte Frau, die nach dem Beerdigungsgespräch mit einem der Pfarrer noch in der Kirche sitzt und betet.
     
  • Ich sehe Studenten, die für ihren Abendgottesdienst erste Vorbereitungen treffen und Seminarteilnehmer, die gerade Pause von ihrem Workshop im Gemeindesaal haben.
     
  • Ich höre die Orgel leise spielen und freue mich vor den Plakaten auf wunderbare Chor- und Posaunenkonzerte; Konzerte unseres Markus- und Posaunenchors aber auch Konzerte anderer Chöre, die in diesem wunderbaren Raum gerne Gast sind.

 

Wir schreiben das Jahr 2025 und ich sehe, dass – örtlich – um die Kirche herum und mitten in ihr drin das Leben pulsiert, dass die Kirche – inhaltlich – nicht nur Stellung bezieht, sondern auch Impulse für das Leben gibt – für Mensch und Stadt.

Wir schreiben das Jahr 2025 und vielleicht sind Sie und ich auch wieder da.

Gesegnete Herbsttage wünscht Ihnen

Diakon Harald Braun

Ihr Harald Braun, Diakon an St. Markus
anlässlich des Gottesdienstes zu 140-Jahre Markuskirche