Sonntag, 18. Oktober, 18 Uhr

Johann Sebastian Bach: „Hohe Messe“ in H-Moll BWV 232

Abschluss-Konzert der Bach-Festwoche zum 100. Geburtstag Karl Richters

Soli:

Schirin Hudajbergenova, Sopran
Katharina Guglhör, Mezzosopran
Louise Lotte Edler, Alt
Moon Yung Oh, Tenor
Timo Janzen, Bass

Markus-Orchester München

Markus-Chor München

Leitung: Michael Roth

Tickets für 12,- bis 36,- EUR zzgl. VVK-Gebühr bei München Ticket.

Restkarten an der Abendkasse | Einlass 17:15 Uhr

Dass in St. Markus anlässlich des 100. Geburtstages von Karl Richter Bachs „H-Moll-Messe“ erklingen muss, war mir schon seit längerem klar. Karl Richter, der von 1951-1981 als Organist und Dirigent in St. Markus tätig war, hat in den 1960er und 1970er Jahren als Bach-Botschafter weltweite Bedeutung erlangt. Bis heute hält sein internationaler Ruhm an: immer wieder kommen Anhänger aus den USA, Japan und Italien in die Markuskirche, um die beiden Orgeln zu besuchen, auf denen er gespielt hat.

Die H-moll-Messe hat Richter unzählige Male aufgeführt, und bis heute berichten Mitwirkende wie Zuhörer mit großer Ehrfurcht von diesen Erlebnissen. Natürlich hat sich in den letzten 45 Jahren in Sachen stilistisch Bach-Interpretation vieles geändert, und um die Einflüsse der historischen Aufführungspraxis kommt eigentlich niemand mehr herum - unabhängig davon, ob man die Musik auf historischem oder modernem Instrumentarium spielt. Die emotionale Intensität und geistige Tiefe der Aufführungen Karl Richters jedoch sowie sein Musizieren „par cœur“ sind für mich bis heute Maßstab und Vorbild bei jeder Aufführung nicht nur der Bach’schen Werke. Der Markus-Chor hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit der H-Moll-Messe Bachs beschäftigt, die fantastischen Chöre einstudiert und bereits in mehreren Gottesdiensten und Konzerten aufgeführt. Besonders gut in Erinnerung geblieben ist mir dabei die Konzertreihe „Missa est“ von Herbst 2023 bis Frühjahr 2024, in der wir die H-moll-Messe mit ganz anderen, oft zeitgenössischen, Messvertonungen kombinierten. Auch in Konzerten zur Genesis-Lichtshow, im Festgottesdienst im Juli 2025 zur Einweihung der restaurierten Steinmeyer-Orgel und im Konzert „Late Bach“ im November 2025 musizierten wir Teile der Messe. Nun widmen wir uns noch einmal ganz intensiv diesem „Opus summum“ des Meisters und freuen uns, zusammen mit fünf wunderbaren Solistinnen und Solisten und dem „Markus-Orchester“ (das sich wie immer sowohl aus jungen und routinierten, größtenteils freischaffenden Berufs-Musikerinnen und -Musikern zusammensetzt und für jedes Konzertprojekt individuell ausgewählt wird) die komplette Messe in einem Konzertabend aufzuführen.

Wer sich auf dieses „Opus summum“ des größten Komponisten aller Zeiten einzustimmen möchte, kann am Dienstag, am 13. Oktober um 20 Uhr zu einem Vortrag von Hansjörg Albrecht und Michael Roth in die Markuskirche kommen. Die beiden vergleichen verschiedene Interpretationen und Aufnahmen und nehmen das Werk genauer unter die Lupe: Welche Intention hatte der lutherisch-evangelische Bach, als er am Ende seines Lebens eine römisch-katholische Messe komponierte? Ist die Messe eine Art „Best of Album“, ein pars pro toto seines Lebenswerks, explizit für die Nachwelt zusammengestellt? In welchem Kontext hat sich Bach mögliche Aufführungen dieses Werkes vorgestellt? Und war dieses eigentlich ur-liturgische Werk paradoxerweise vielleicht sogar dasjenige von Bach, das am besten für ein Konzert in einem profanen Gebäude funktionierte? Keine Anmeldung erforderlich, Eintritt frei, Spenden sind herzlich willkommen.

Johann Sebastian Bach: „Hohe Messe“ in H-Moll BWV 232

Abschluss-Konzert der Bach-Festwoche zum 100. Geburtstag Karl Richters

Soli:

Schirin Hudajbergenova, Sopran
Katharina Guglhör, Mezzosopran
Louise Lotte Edler, Alt
Moon Yung Oh, Tenor
Timo Janzen, Bass

Markus-Orchester München

Markus-Chor München

Leitung: Michael Roth

Tickets für 12,- bis 36,- EUR zzgl. VVK-Gebühr bei München Ticket.

Restkarten an der Abendkasse | Einlass 17:15 Uhr

Dass in St. Markus anlässlich des 100. Geburtstages von Karl Richter Bachs „H-Moll-Messe“ erklingen muss, war mir schon seit längerem klar. Karl Richter, der von 1951-1981 als Organist und Dirigent in St. Markus tätig war, hat in den 1960er und 1970er Jahren als Bach-Botschafter weltweite Bedeutung erlangt. Bis heute hält sein internationaler Ruhm an: immer wieder kommen Anhänger aus den USA, Japan und Italien in die Markuskirche, um die beiden Orgeln zu besuchen, auf denen er gespielt hat.

Die H-moll-Messe hat Richter unzählige Male aufgeführt, und bis heute berichten Mitwirkende wie Zuhörer mit großer Ehrfurcht von diesen Erlebnissen. Natürlich hat sich in den letzten 45 Jahren in Sachen stilistisch Bach-Interpretation vieles geändert, und um die Einflüsse der historischen Aufführungspraxis kommt eigentlich niemand mehr herum - unabhängig davon, ob man die Musik auf historischem oder modernem Instrumentarium spielt. Die emotionale Intensität und geistige Tiefe der Aufführungen Karl Richters jedoch sowie sein Musizieren „par cœur“ sind für mich bis heute Maßstab und Vorbild bei jeder Aufführung nicht nur der Bach’schen Werke. Der Markus-Chor hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit der H-Moll-Messe Bachs beschäftigt, die fantastischen Chöre einstudiert und bereits in mehreren Gottesdiensten und Konzerten aufgeführt. Besonders gut in Erinnerung geblieben ist mir dabei die Konzertreihe „Missa est“ von Herbst 2023 bis Frühjahr 2024, in der wir die H-moll-Messe mit ganz anderen, oft zeitgenössischen, Messvertonungen kombinierten. Auch in Konzerten zur Genesis-Lichtshow, im Festgottesdienst im Juli 2025 zur Einweihung der restaurierten Steinmeyer-Orgel und im Konzert „Late Bach“ im November 2025 musizierten wir Teile der Messe. Nun widmen wir uns noch einmal ganz intensiv diesem „Opus summum“ des Meisters und freuen uns, zusammen mit fünf wunderbaren Solistinnen und Solisten und dem „Markus-Orchester“ (das sich wie immer sowohl aus jungen und routinierten, größtenteils freischaffenden Berufs-Musikerinnen und -Musikern zusammensetzt und für jedes Konzertprojekt individuell ausgewählt wird) die komplette Messe in einem Konzertabend aufzuführen.

Wer sich auf dieses „Opus summum“ des größten Komponisten aller Zeiten einzustimmen möchte, kann am Dienstag, am 13. Oktober um 20 Uhr zu einem Vortrag von Hansjörg Albrecht und Michael Roth in die Markuskirche kommen. Die beiden vergleichen verschiedene Interpretationen und Aufnahmen und nehmen das Werk genauer unter die Lupe: Welche Intention hatte der lutherisch-evangelische Bach, als er am Ende seines Lebens eine römisch-katholische Messe komponierte? Ist die Messe eine Art „Best of Album“, ein pars pro toto seines Lebenswerks, explizit für die Nachwelt zusammengestellt? In welchem Kontext hat sich Bach mögliche Aufführungen dieses Werkes vorgestellt? Und war dieses eigentlich ur-liturgische Werk paradoxerweise vielleicht sogar dasjenige von Bach, das am besten für ein Konzert in einem profanen Gebäude funktionierte? Keine Anmeldung erforderlich, Eintritt frei, Spenden sind herzlich willkommen.