Das Ewige im Jetzt - Kunst und Religion im Dialog

Eine Kooperation von Pinakothek der Moderne, St. Markus, Evangelischer Studentengemeinde (ESG) der LMU, Evang.-Luth. Dekanat München und Evangelischer Stadtakademie.

  

Samstag, 3. Dezember

Furios statt hold: Max Ernsts „HAUSENGEL“ (1937) - Konstantin Grcic und der kreative Prozess

Die Perversion erwarteter Heiß-Versprechen. die mit Engeln im Allgemeinen assoziiert werden. setzt Max Ernst auf temperamentvoll-groteske Weise ins Bild. Fantasien über das Böse in der Wirklichkeit werden nicht nur prägnant vom Künstler gestaltet, sondern auch über die konkrete malerische Formulierung und den Entstehungskontext des Gemäldes hinaus freigesetzt.

Dialogführung mit Dr. Uta Piereth und Pro. Dr. Jörg Lauster
15.30 Uhr: Musikalische Intonation in St. Markus mit Daniel Schmidt, Saxophon, und Benjamin Bärmann, Perkussion
16.00 Uhr: Pinakothek der Moderne 

 

Samstag, 7. Januar
Passion und Apokalypse im frühen 20. Jahrhundert

In einer Zeit totalen äußeren Zusammenbruchs — während und nach dem Ersten Weltkrieg — war Leiden allgegenwärtig. Für bildende Künstler übermächtig Spürbar und oft genug auch am eigenen Leib zu erfahren. Der emotionale und reflektierte Umgang damit fand seinen Niederschlag in Kunstwerken, die unter die Haut gehen. Dabei wird der sterbende Christus zum Bild für menschliches Leiden schlechthin.

Dialogführung mit Dr. Uta Piereth und Pfarrer Michael Preß
15.30 Uhr: Musikalische Intonation in St. Markus mit Duo Aerophones (Martin Seeliger 8c Alexander Hermann)
16.00 Uhr: Pinakothek der Moderne 

 

Samstag, 4. Februar 
Vision und Verschleierung: Sigmar Polkes "Marienerscheinung"

Ist es eine Figur, die sich da abzeichnet? Kaum lässt sich die Erscheinung fixieren, sie zeigt sich und entgleitet — und gehorcht damit geschickter malerischer Manipulation. Die Wahrnehmung und Deutung mögen schwanken zwischen Lesarten der Analogie oder Ironie, zwischen Credo oder Destruktion. Eine kunsthistorisch-ökumenische Annäherung auch an manches Unfassbare der Mariologie.

Dialogführung mit Dr. Uta Piereth und Pfarrer Olaf Stegmann (St. Markus) sowie Pfarrer Markus Gottswinter (St. Ludwig)
15.30 Uhr: Musikalische Intonation in St. Markus mit Anwar Manuel Alam, Violine, und Michael Roth, Orgel
16.00 Uhr: Pinakothek der Moderne 

 

 

Samstag, 4. März
Reset: Thomas Hirschhorns "Doppelgarage" (2002)

In der „Doppelgarage“ von Thomas Hirschhorn (*I957), einer Art Werkstatt oder Hobbykeller, werden fundamentale Kategorien menschlichen Fühlens und Handelns verhandelt: Gewalt und Gegengewalt. Rache und Versöhnung. Ausgangspunkt für die Entstehung des Werks sind die Ereignisse des 11. September 2001. Wie kaum ein anderes Werk der Gegenwartskunst spiegelt die „Doppelgarage“ politische. wirtschaftliche und gesellschaftliche Abhängigkeiten und Widersprüche am Beginn des
21. jahrhunderts in ihrer verwirrenden Komplexität wider.

Dialogführung mit Jochen Meister und Jutta Höcht-Stöhr
15.30 Uhr: Musikalische Intonation in St. Markus mit Rafael Alcantara, Sopransaxophon / Querflöte, und Victor Alcantara, Klavier
16.00 Uhr: Pinakothek der Moderne 

 


 

Ein Fernsehbeitrag über diese Kunstdialoge war 2014 in "Kirche in Bayern - das ökumenische Fernsehmagazin" zu sehen. Sie können sich den Ausschnitt auf unserer Seite "Das Ewige im Jetzt im Film" ansehen.