Das Ewige im Jetzt - Kunst und Religion im Dialog

Eine Kooperation von Pinakothek der Moderne, St. Markus, Evangelischer Studentengemeinde (ESG) der LMU, Evang.-Luth. Dekanat München und Evangelischer Stadtakademie.

  

 

Samstag, 2. Juli

Die (Über-) Inszenierung des Ich? Vom Selbstporträt zum „Selfie—Gott“

Das Porträt (vom Gemälde bis zum Foto) als dauerhaftes Abbild und Erinnerung des lndividuums über Zeiten und Grenzen war neben dem religiösen Bild lange die wichtigste Aufgabe der Kunst. lm Künstlerselbstporoät ist der Künstler (von Rembrandt bis Beckmann und Warhol) privilegiert bei der Gestaltung seines eigenen Konterfeis, denn er hat und behält die Kontrolle über dessen Gestaltung. Mit Entwicklung des Smartphones ist „jedermanns“ Selbstporträt/Same und seine massenhafte Verbreitung im Internet möglich. Selfies verändern die Fotografie als Medium und Kunstform und liefern eine „Illusion von Selbstkontrolle“. Im Netz entstehen neue digitale Identitäten, Privates wird öffentlich inszeniert, die Simulation der eigenen Darstellung wird zum Alltäglichen.Wie verändern sich damit Kunst, Fotografie, Gesellschaft und Identität? Gibt es bald nur noch Exhibitionisten und Voyeure? Wird das Medien-Image zum „Selfie-Gott“?

Dialogführung mit Dr: Angela Opel, Kunshistorikerin, und Olaf Stegmann, Pfarrer St Markus

15.30 Uhr: Musikalische Intonation in St. Markus mit Michael Armann, Piano, und Benjamin Bärmann, Schlagzeug
16.00 Uhr: Pinakothek der Moderne 

 


 

Ein Fernsehbeitrag über diese Kunstdialoge war 2014 in "Kirche in Bayern - das ökumenische Fernsehmagazin" zu sehen. Sie können sich den Ausschnitt auf unserer Seite "Das Ewige im Jetzt im Film" ansehen.