Eröffnungsgottesdienst der 64. Aktion „Brot für die Welt“ in St. Markus

Evangelisch-Lutherisches Dekanat München setzt sich für mehr Klimagerechtigkeit ein

Unter dem Thema „Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft.“ findet am Sonntag, 27. November 2022, um 11.15 Uhr der Eröffnungsgottesdienst der 64. Aktion „Brot für die Welt“ in St. Markus statt. Mit der Aktion unterstützt das Evangelisch-Lutherische Dekanat München Projekte, die sich für bessere Lebensbedingungen der Menschen und mehr Klimagerechtigkeit einsetzen. Den Gottesdienst gestalten Stadtdekan Dr. Bernhard Liess und Pfarrer Dr. Stephan Seidelmann, Dekanatsbeauftragter für „Brot für die Welt“. Das Dekanat München unterstützt dieses Jahr vier Projekte in Afrika, Asien und Südamerika. Zum ersten Mal gibt es in diesem Jahr die Möglichkeit, über die Website online zu spenden, unter www.brot-fuer-die-welt.de/dekanat-muenchen/.

Der Klimawandel gefährdet in Bangladesch zunehmend die Lebensgrundlage vieler Menschen, immer mehr Wirbelsturme ziehen über das Land und zerstören Hauser und Ernten. In der Küstenregion unterstützt die Organisation CCDB viele Familien. Sie lernen Obst und Gemüse in Hochbeeten anzubauen und ihre Häuser vor Stürmen zu sichern. „Brot für die Welt“ unterstützt dieses landwirtschaftliche Projekt der Partnerorganisation.

Auch in Burkina Faso hat sich das Klima in den vergangenen zehn Jahren verändert. Meist regnet es zu wenig, manchmal zu viel. Viele Bauern vor Ort können mit der Ernte ihre Familien nicht mehr ernähren. „Brot für die Welt“ unterstützt dort ein Projekt der Organisation ODE, die die Bauern mit alten Hirsesorten versorgt, die weniger Wasser benötigen.

In Ecuador, in der Region Cayambe, produziert die Blumenindustrie in großem Stil Rosen für den Weltmarkt. Das Wasser ist verschmutzt, die Böden sind ausgelaugt, Armut und Mangelernährung weit verbreitet. Einige Kleinbäuerinnen haben sich entschlossen, ökologische Landwirtschaft in der Region zu betreiben. Die Organisation SEDAL, eine Partnerorganisation von „Brot für die Welt“, unterstützt die Bäuerinnen beim Anbau von Obst- und Gemüsesorten.

Für Menschenrechte setzt sich „Brot für die Welt“ in Südafrika ein. In Maditlokwa fördert der Bergwerkskonzern Tharisa große Mengen Platin. Viele Häuser des Ortes sind von Rissen durchzogen, zudem leiden die Menschen unter dem Staub und verschmutztem Wasser. Mit den Spenden wird die „Benchmarks Foundation“ unterstützt, die mit Hilfe von Ehrenamtlichen die Bewohnerinnen und Bewohner über ihre Rechte aufklärt und damit den Konzern zwingt, die bestehenden Gesetze einzuhalten.

„Brot für die Welt“ hat im vergangenen Jahr in Bayern Spenden in Höhe von 10.557.486,- Euro erhalten. Durch die Kollekten und die Adventssammlung trugen die evangelischen Kirchengemeinden im Dekanatsbezirk München mit 206.497,- Euro zu diesem Ergebnis bei.

„Brot für die Welt“ ist eine Aktion der kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit. Träger sind seit 1959 alle evangelischen Landeskirchen Deutschlands sowie zahlreiche Freikirchen. In mehr als 1.200 Projekten und Programmen wird gemeinsam mit Partnern weltweit Hilfe zur Selbsthilfe geleistet. Weitere Informationen unter: www.brot-fuer-die-welt.de.

 

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Gabriele März
Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit