St. Markus: Das Umfeld

St. Markus ist Sitz des Münchener Stadtdekanats und evangelische Universitätskirche in München. Eine ihr zugeordnete Hochschulpfarrstelle sorgt für Kontakt mit den vielen hier lebenden Studierenden. Das "Kunstareal" mit seinen großen Museen und Besucherströmen aus aller Welt inspiriert zu eigenen künstlerischen Veranstaltungen. Die kirchenmusikalische Tradition ist reich und hat seit dem Wirken des Markuskantors Karl Richter internationale Anerkennung erlangt.

Die evangelisch-lutherische St. Markus Kirche in der Münchener Maxvorstadt steht seit 1877 und blickt auf eine abwechslungsreiche Baugeschichte zurück. Der Stadtteil entstand als erste planmäßige Stadterweiterung zu Beginn des 19. Jahrhunderts und wurde nach dem ersten König Bayerns benannt.
Im 20. Jhdt. traf die Maxvorstadt besonders schwer der Umstand, dass München von den Nationalsozialisten zur „"Hauptstadt der Bewegung" ernannt wurde.
Die Maxvorstadt war das Zentrum zentraler Gebäude der Partei und wurde zur architektonischen Inszenierung des nationalsozialistischen Herrschaftsanspruches missbraucht.
1945 war die Maxvorstadt fast völlig zerstört, ihre öffentlichen Bauten wurden aber weitgehend originalgetreu wiederaufgebaut. Die neugotische St.-Markus-Kirche wurde zunächst weitgehend im alten Stil erneuert, erhielt dann aber mit den Umbauten 1955 bis 1957 ein ganz neues architektonisches Gesicht.

Steter Wandel zeichnet sich auch in der hohen Fluktuation im Stadtteil ab. Ca. 68% der Gemeinde sind Singles.