Kreuzwegstationen, Karfreitag 3.4.2015

Kreuzwegstationen II

Karfreitag, 03.04.2015, 15.00 Uhr
Kreuzkirche München-Schwabing

Moderne Passionsmusik von Hannes Beckmann zu Bildern von Cäsar W. Radetzky mit Texten von Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler

-- Karten zu 16 € über München Ticket --

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Bild zu Kreuzwegstationen IIK R E U Z W E G S T A T I O N E N   I I

Kreuzwegstationen II - Die AkteureDas ursprüngliche Auftragswerk, den 2000 Jahre alten geschichtlichen Weg des Jesus von Nazareth von seiner Verurteilung durch Pilatus bis zu seinem Tod auf Golgatha und seinem Begräbnis in Form eines Kreuzwegs bildnerisch und musikalisch zu gestalten, wurde für die beiden Künstler, den Maler Cäsar Radetzky und den Jazz-Musiker, Geiger und Komponisten Hannes Beckmann zu einer künstlerischen wie persönlichen Herausforderung. In existentieller Erfahrung schreibt das Leben das Werk fort. Mit der Komposition neuer Stücke und den Texten von Susanne Breit-Keßler erwachsen daraus die Kreuzwegstationen II.

„Da ich nicht zur kirchlichen Szene gehöre und darüber hinaus der Gefahr entgehen wollte, die in der Kunstgeschichte reichlich vorhandenen Kreuzwegdarstellungen zu wiederholen, musste ich einen anderen Weg suchen, mich diesem Thema zu nähern“, erzählt Radetzky. „Hierbei stieß ich auf das Buch ‚Das bittere Leiden unseres Herrn Jesus Christus‘, die Visionen der Katharina Emmerich, denen Clemens Brentano literarische Form gegeben hatte. Diese Berichte, die die biblische Erzählung in einer Weise ergänzten, dass betreffende Bibelpassagen wirklich und lebendig erschienen, waren Inspiration zu meinem Kreuzweg. Die Dornenkrone als Symbol des Leidens, der Unterdrückung und der Erniedrigung erscheint in meinen Bildern als BLAUE KRONE. Für mich durch die Farbe Blau zugleich das Symbol der Hoffnung, der Erlösung und der Auferstehung“.

Bild zu Kreuzwegstationen IIDer Eindruck von Radetzkys Kreuzwegbildern und seine auf einer Reise gesammelten Eindrücke trieben Hannes Beckmann dazu, auch in der Musik neue Wege zu gehen: Es sollte eine aktive, dichte, eine expressionistische Form der Musik sein. Die ‚Via Dolorosa‘ ist auch heute noch eine sehr enge, äußerst belebte Gasse. Einheimi Mauern; es gibt „keine Momente der Meditation, der Besinnung, sondern eindrucksvolles Leben und Kommerz“. Das sei vor 2000 Jahren nicht anders gewesen, sagte man ihm. Zurück in München, legte Beckmann die bisherigen Kompositionsentwürfe beiseite und schrieb Musik, die großstädtischen ,Groove‘, ‚Drive‘ und ,Swing‘ ermöglichte. „Ich sah einen Menschen, der verhöhnt, gequält durch Menschenmassen getrieben wird. Jemand, der ein politisches Problem verkörpert. Als Mensch ist er einsam, als Mensch leidet er unter Schmerzen, Erschöpfung und Erniedrigung, deren brutales Zeichen die Dornenkrone ist. Als Gottes Sohn aber ist er derjenige, der sich im Leiden erhöht, der auch in dieser Situation Trost spendet, dessen Aura auch in den schrecklichen Fällen unter dem Kreuz strahlt. Anders, als es nach außen erscheint, ist er der Sieger. Seine Idee überlebt.“

Bild zu Kreuzwegstationen IIBild zu Kreuzwegstationen IISo reifte eine neue ‚musica sacra‘, die westliche Tradition und osteuropäische wie orientalische Musikelemente mit meditativer Ruhe verbindet. Die der ursprünglichen Fassung hinzugefügten neuen Teile, ein orchestral anmutender Bläserpart und ein Lied für Chor, beschäftigen sich mit dem schweren Atmen, dem „Blues des Todes“ und dem Schweben zwischen Erde und Ewigkeit. Beckmanns Musik spannt einen Bogen von den geschichtlich gewachsenen Kreuzwegstationen bis zu aktuellen politischen Bezügen. In der rhythmischen Lebendigkeit, ergreifenden Melodien und religiösen Reflexionen entstehen Mut und Hoffnung aus dem Leiden. In den Kreuzwegstationen II liest Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler eigene lyrische Texte zu den Themen Leiden, Tod und Hoffnung. Die drei Werkformen Musik, Bild und Wort kommunizieren miteinander, ergänzen und kontrastieren sich. Breit-Keßler schätzte Beckmann längst „als Zaubergeiger“ der Jazz-Welt, der „mitreißende Klangwelten schuf“. In Kreuzwegstationen I traf sie ihn wieder, Seite an Seite mit dem „kongenialen Maler“ Cäsar Radetzky. Sie ließ sich inspirieren von dessen „einnehmenden, packenden Bildern“ und dem Kreuzweg „voller wilder Kraft und Leidenschaft, einer empathischen Passion, die zeitlos und zeitgenössisch ist, immer erschütternd gegenwärtig“.

In der persönlichen und künstlerischen Begegnung entdeckten sie „eine überraschende Seelenverwandtschaft“, so Breit-Keßler: „Vielleicht wegen des persönlichen Leidens, das uns biographisch verbindet. Miteinander arbeiteten wir, jeder mit seinem ‚Werkzeug‘: Hannes mit Ton und Klang, Cäsar mit Bild und Farbe, ich durfte das Wort beisteuern - als lyrische Antwort auf zwei begnadete Künstler, die ich nun zu meinen Freunden zählen darf.“

Seit März 2015 ist die CD „Kreuzwegstationen II“ erhältlich.

  

K R E U Z W E G S T A T I O N E N   I I

K a r f r e i t a g , 3 . A p r i l , 1 5 . 0 0 U h r
K r e u z k i r c h e M ü n c h e n - S c h w a b i n g

Hiltenspergerstraße 59, 80796 München,
Hohenzollernplatz: U 2 I Bus 53 und 59 I Tram 12 und 27

KARTEN: € 16,- Normal (zzgl. VVK) bei allen Vorverkaufsstellen
mit München-Ticket-Anschluss telefonisch unter (089) 54 81 81 81
oder www.muenchenticket.de

Ermäßigungen nur an der Tageskasse (Ausweisvorlage):
Senioren € 12,- I Studierende und Schüler: € 8,-
Kinder bis 12 J. oder Sozialticket (mit München-Pass): € 4,-
Tageskasse am 3.4.15 ab 14:15 Uhr vor Ort.

Kreuzwegstationen - Die Veranstalter

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