Konzert Posaunenchor

Das Erbe Martin Luthers
Konzertreihe des Posaunenchors St. Markus

1. Konzert: Freitag, 12. Mai 2017, 19.00 Uhr, St. Markus:
     „Mehrchörigkeit in St. Markus“

2. Konzert: Freitag, 29. September 2017, 19.30 Uhr, St. Markus: 
     „Neues Altes – The monk meets brass“ 

3. Konzert: Sonntag, 10. Dezember 2017, 18.00 Uhr, St. Markus: 
     „Vom Himmel hoch“

Konzert 2016 Posaunenchor„Vor allen Freuden auf Erden 
kann niemanden eine schönere werden, 
denn die ich geb mit mei’m Singen
und mit manchem süßen Klingen.
[…]
Den ehrt und lobt auch mein Gesang
und sagt ihm einen ewigen Dank.“

Diese Verse entstammen dem Gedicht „Frau Musica“ von Martin Luther. Die Musik, speziell das Singen, wird hier als positiv und friedenstiftend dargestellt. Eine wesentliche Eigenschaft der Musik ist es demnach, dass sie Zeit erfüllt und qualitativ aufwertet. Da es „vor allen Freuden auf Erden“ keine schönere gibt, wird die Musik zu etwas Ursprünglichem, das bereits mit der Schöpfung entstand und überall enthalten ist.

Die schöpfungsbedingte Schönheit der Musik und das Lob des Schöpfers am Ende des Gedichts sind zwei ganz wesentliche Bestandteile von Luthers Musikanschauung.

So ist es für Martin Luther selbstverständlich, dass kunstvolle Musik im Gottesdienst ihren Platz hat. Prägend für die Entwicklung einer kunstvollen Kirchenmusik in Deutschland waren seine Choräle. Da nach Luthers Ansicht die Gemeinde den Gottesdienst feiert, war eine Beteiligung dieser von zentraler Bedeutung. Nicht selten sang die Gemeinde vierstimmige! Kantionalsätze von Chorälen, woraus schließlich ein kunstvollerer Chorgesang in Form von Motetten bis hin zu Choralkonzerten entstand.

Der Posaunenchor St. Markus München würdigt das Werk Martin Luthers durch eine dreiteilige Konzertreihe, in der alle 34 im Evangelischen Gesangbuch enthaltenen Lutherlieder und deren Bearbeitungen erklingen sollen.

Im ersten Konzert „Mehrchörigkeit in St. Markus“ werden nicht nur jene frühesten Schätze kunstvoller Kirchenmusik dargeboten, sondern auch Kompositionen, die sich weiter daraus entwickelten. Das Prinzip der Mehrchörigkeit erfuhr im Markusdom in Venedig unter Adrian Willaert und seinen Nachfolgern etwa zeitgleich zu Luthers Schaffen seine spektakulärste Aufbereitung. Diese „venezianische Mehrchörigkeit“ hielt mit Heinrich Schütz auch in Deutschland Einzug. Die Markuskirche in München eignet sich mit ihrer durchgehenden Empore der Ost-, Süd- und Westseite der Kirche hervorragend für mehrchörige Musik. Beim „Laudate Dominum“ von G. P. Palestrina und der Sonata „La Leona“ von Cesario Gussago werden sich je zwei Chöre, bei Kompositionen von Gabrieli bis zu vier Chöre in der Kirche verteilen. Den Bezug zu Luther stellen dann u.a. doppelchörige Motetten über „Christ lag in Todesbanden“ und „Komm, Heiliger Geist, Herre Gott“ von Samuel Scheidt her.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Posaunenchors.